dgsd.de - Informationen zum Gebärdensprachdolmetschen
zur Startseite
Site Map
 
Gebärdensprachdolmetschen
Tätigkeitsprofil
Einsatzgebiete
Arbeitsweise
Arbeitssprachen
Arbeitsbedingungen
Dolmetscherbestellung
 
Berufsstand
Freiberuflichkeit
Berufsverbände
Berufsbild
Berufs- und Ehrenordnung
 
Aus- und Weiterbildung
Abschlüsse und Titel
Ausbildungsstätten
Prüfungen
Qualitätskommission
 
Finanzierung & Rechtliches
Kostenträger
Rechtliche Grundlagen
Gleichstellungsgesetze
 
Sonstiges
FAQs
Abkürzungsverzeichnis
Banner
Disclaimer
Wir über uns
Kontakt
 
Links
DeafLinks
 
Prnt < > ^ v
Prnt > < Javascript nicht aktiviert

Einsatzgebiete von GebärdensprachdolmetscherInnen

Durch das Angebot professioneller Dolmetschdienstleistung, das Hörgeschädigte in vielen Zusammenhängen in Anspruch nehmen, sind diese in immer mehr Situationen in der Lage, selbstbestimmt Entscheidungen zu treffen, weil Kommunikation ohne Einmischung oder gar Bevormundung gewährleistet wird.

Nicht nur in Bereichen, die einem am ehesten einfallen mögen, wie etwa der Arbeitsplatz oder der juristische Bereich, spielt der ungehinderte Zugang zu Informationen eine entscheidende Rolle. Die Bandbreite, innerhalb derer GebärdensprachdolmetscherInnen tätig sind, ist groß. Über den Grad an Spezialisierung auf bestimmte Fachgebiete entscheidet einerseits die Dolmetscherdichte in einer Region und andererseits die Quantität der Aufträge innerhalb eines Einsatzbereiches bzw. Fachgebietes. Eine große Anzahl der KollegInnen deckt abhängig von Neigungen und Kompetenzen ein möglichst großes Spektrum ab: Eine GebärdensprachdolmetscherIn kann davon ausgehen, dass sie häufig und in unregelmäßiger Folge u. a. in den Bereichen Arbeitsleben, Ausbildung, Gericht/Polizei, Kirche, Schule, bei Kontakten mit Behörden, im medizinischen Bereich und auf Kongressen oder Tagungen arbeitet. In jedem Fall ist sie durch ihre Berufs- und Ehrenordnung dazu verpflichtet, nur solche Aufträge anzunehmen, in denen sie ausreichend sprachliche und fachliche Kompetenz vorweisen kann.

Allgemein ist weiterhin die Festlegung auf ein bestimmtes geographisches Einsatzgebiet die Regel, da es in der Deutschen Gebärdensprache viele regionale Dialekte gibt. Das heißt, die in Deutschland tätigen DolmetscherInnen üben ihren Beruf hauptsächlich an ihrem Wohnort und der umgebenden Region aus.

Im Folgenden seien einige Beispiele für Einsatzbereiche von GebärdensprachdolmetscherInnen genannt:

Kindergarten/Schule

  • Elterngespräche
  • Elternabende
  • Schul- und Klassenpflegschaftssitzungen

Ausbildung

  • Berufsschulunterricht
  • Gespräche am Arbeitsplatz
  • Lehrveranstaltungen (Universität/Fachhochschule)
  • Referendariat

Fortbildung

  • im Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz
  • Bildungsurlaub
  • VHS-Kurse
  • Erste-Hilfe-Kurse

Betrieb

  • Vorstellungsgespräche
  • Mitarbeiter- und Teamgespräche
  • Personal- oder Betriebsversammlungen
  • Telefondolmetschen (vgl. Telesign)
  • Mahnverfahren/Kündigungen

Behörde

  • Standesamt
  • Sozialamt
  • Agentur für Arbeit
  • Jugendamt

medizinischer Bereich

  • Arztbesuche (Sprechstunde/Behandlung)
  • Besuche beim Zahnarzt
  • Therapiesitzungen
  • OP-Vorgespräche
  • Notfallmedizin
  • Krankenhausbehandlungen

juristischer Bereich

  • Beurkundungen beim Notar (z. B. Grundbucheintrag)
  • polizeiliche Vernehmungen
  • Gerichtsverhandlungen
  • Anwaltskonsultationen

religiöser Bereich

  • Gottesdienste
  • Taufen
  • Konfirmation/Kommunion
  • Hochzeiten
  • Beerdigungen

kultureller Bereich

  • Kommunikationsforum (KOFO)
  • Kino
  • Theater
  • Ausstellungsbesuche/Führungen

wissenschaftlicher Bereich

  • Kongresse
  • Tagungen
  • Vorträge

sportlicher Bereich

  • Fortbildungen zu Lizenzen

sonstige

  • Wahlkampfveranstaltungen
  • Kaufverhandlungen
  • Workshops
  • Gespräche mit dem Vermieter
  • Führerschein (Unterricht/Prüfung)

Diese Auflistung zeigt, dass von einer GebärdensprachdolmetscherIn nicht nur eine hohe Flexibilität in Bezug auf Inhalte, Arbeitszeiten und Einsatzorte gefordert ist, sondern auch die Bereitschaft, sich in immer neue Bereiche einzulesen und ununterbrochen Informationen über alle Lebensbereiche zu sammeln und zu archivieren.

Literaturhinweis
Bischoff, Alexander / Loutan, Louis: "Mit anderen Worten. Dolmetschen in Behandlung, Beratung und Pflege". Leitfaden vom Hôspitaux Universitaires de Genève (HUG), Genf/Bern 2000.
 
Weiterführende Links
Logo TeleSign
Logo Tess
 
2007-09-22 © dgsd.de Login | Impressum | Kontakt